Küstrin - Die Stadt an Oder und Warthe
Die Geschichte der ehemaligen Festungs- und Garnisonstadt auf Cuestrin.de

Albert Fleck & Comp. - Kolonialwarengeschäft und Spedition

Schanze 216, Küstrin-Altstadt
und Zorndorfer Str. 46, Küstrin-Neustadt (ab ca. 1893)

Die Firma C. A. Fleck wurde im Jahre 1829 gegründet. In einem Gewerbeadressbuch ist sie erstmals 1843 nachweisbar. Dort wird sie als „Colonial- und Farbwaaren-Handlung“ geführt. Im Jahre 1856 wurde Albert Fleck Agent der „Neuen Berliner Hagel-Assekuranz-Gesellschaft“ für Küstrin und Umgebung, im gleichen Jahr ist sein Unternehmen in einem weiteren Gewerbeadressbuch als Kolonialwarenhandlung und Spedition enthalten. Unter der Nr. 15 des ab 1862 beim Kreisgericht Küstrin geführten Firmenregisters war die Firma "Albert Fleck & Co." verzeichnet, Inhaber war der Spediteur und Kaufmann Albert Fleck.

Die Firma wurde nach dem Tod von Albert Fleck im Jahre 1864 an den Kaufmann Theodor Moldenhauer und den Gasthofbesitzer Carl Iffland (beide aus Küstrin) verkauft und unter dem Namen "Alb. Fleck & Comp." weitergeführt. Aber schon im September 1867 war Theodor Moldenhauer alleiniger Inhaber des Unternehmens. In Gewerbeadressbüchern aus der Zeit ab 1866 wird die Firma Fleck nur noch als Spedition geführt. Im November 1870 wurde der Kaufmann Carl Brutschke Prokurist in der Firma.

Laut Werbeanzeigen aus der Zeit zwischen 1883 und 1893 gehörte sie einem Herrn Ferdinand Krause. Zu dieser Zeit war das Unternehmen eine Kohlenhandlung sowie weiterhin ein Speditionsgeschäft. Man warb damit, ein "Rollfuhr-Unternehmen der Königl. Ostbahn" zu sein und auch mit dem Transport von Möbeln und Dampfkesseln.

Albert Fleck WerbeanzeigeAlbert Fleck Werbeanzeige

 

Die Firma hatte zwei Betriebssitze: An der Schanze 216, an der Oderablage (auf der "Oderinsel" nördlich der Eisenbahnbrücke) und in der Zorndorfer Str. 46 (ab 1893 nachgewiesen) in der Neustadt. Ab 1897 warb man damit, das älteste Transportunternehmen Küstrins zu sein.

Am 1. Januar 1899 wurde die Firma dann durch den Kaufmann Adolf Rühtz übernommen.

 

Quellen:

  • diverse Adress- und Gewerbeadressbücher
  • Allgemeines Adressbuch von Deutschland, des österreichischen Kaiserstaates und der Schweiz, 1856
  • Amtsblatt für den Regierungsbezirk Marienwerder, Band 54, 1864
  • Königlich Preußischer Staats-Anzeiger: 1867
  • Deutscher Reichs-Anzeiger und Königlich Preussischer Staats-Anzeiger, 1870
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