Küstrin - Die Stadt an Oder und Warthe
Die Geschichte der ehemaligen Festungs- und Garnisonstadt auf Cuestrin.de

Bis Weihnachten verschwunden?

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Neumärkische Zeitung
111. Jahrgang       Ausgabe vom 11. September 1931
Bis Weihnachten verschwunden?
Die letzten Mauern des Hohen Kavaliers sollen bis Weihnachten fallen.

Die im November vorigen Jahres im Rahmen von Notstandsarbeiten begonnenen Abbrucharbeiten des "Hohen Kavaliers" schreiten ihrem Ende entgegen. Man hofft, ihn bis zum Schluß des Jahres vollständig abgebrochen zu haben. Zurzeit steht nur noch die hohe Mauer an der kurzen Dammstraße. Bei dem Abbruch hat man unvermutet eine Unmenge großer Feldsteine gefunden; mußte doch 1572 jeder Bauer des Sternberger Landes zwei Mandeln großer Feldsteine unentgeltlich nach Küstrin zum Bau der Festungsmauern bringen. Aus den beim Abbruch gewonnenen Feldsteinen hat die Stadt Kopfsteine schlagen lassen, um Straßen damit zu pflastern. Die Bäckereigasse und die Hälfte der Friedrichstraße sind bereits mit dem neuen Pflaster versehen. Mit dem Schotter der Mauersteine hat man auch viele Straßen im Stadtgebiet befestigt. Über die Abbruchstelle des "Hohen Kavaliers" wird eine neue Straße gelegt, die, wie wir bereits meldeten, den Namen Hoher Kavalier erhalten hat. Ein Teil dieser Straße ist bereits in Arbeit. Besonders ist darin der Unterbau der Straßenbahn fast fertig gestellt.

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