Ostdeutsche Stanz- und Emaillierwerke AG
Die Ostdeutschen Stanz- und Emaillierwerke A.G. wurden nach dem ersten Weltkrieg durch den Rumänen Jonitza gegründet und später vom Stinnes-Konzern übernommen. Dort arbeiteten einmal über 1000 Menschen. Die Fabrik befand sich an der Zorndorfer Chaussee in der Neustadt. Ende der zwanziger Jahre geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Herbst 1929 wurde noch versucht das Werk für 150.000 RM (bei 50.000 RM Anzahlung) zu verkaufen. Ein Käufer fand sich jedoch nicht. Das Unternehmen wurde schließlich von der Schrott Handelsgesellschaft Schweizer und Oppler A.G. aus Berlin übernommen.
Diese verkaufte einen Teil der Maschinen ins Ausland, der Rest wurde verschrottet. Die Gebäude wurden bis auf die direkt an der Zorndorfer Chausse (später Heerstraße) liegenden, abgerissen. Der Abriß der Ostdeutschen Stanz- und Emaillierwerke A.G. war im April 1930 bereits weit fortgeschritten. Bis 1.Oktober 1930 sollte er beendet sein.
Das Grundstück und die Gebäude in der Zorndorfer Straße 14 wurden im Oktober/November 1930 an Frau Else Richter (verh. Friedrich) aus Berlin verkauft. Kurt und Else Friedrich betrieben dort dann die Glaserei Hermann Friedrich. Auf dem Grundstück Nr. 13 eröffnete Walter Puhlmann Anfang der 30er Jahre ein Autohaus.
Quellen:
http://www.gebruederbaumann.de/html/1919-1945.html
Auskunft durch Dr. Helmut Friedrich
"Küstrin - Bilder einer vom Schicksal schwer geprüften Stadt" von Wilhelm Fitzy, 1969 Märkische Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Kiel

