Betonwerk Landsberger Straße

Werbeanzeige von 1907/1908Anzeige von 1932

Die Firma Grosse und Vockeroth wurde im Jahre 1854 gegründet. In der Weinbergstraße 6 befand sich die Hoch- und Tiefbau-Abteilung, in der Landsberger Straße 72 das Beton­werk. Das Betonwerk verfügte über einen eigenen Gleis­anschluß. Für die Zeit um 1910 ist auch eine angeschlos­sene Kalkbrennerei sowie eine Baumaterialienhandlung belegt. Mit seinen Hauptgeschäftsfeldern war das Unternehmen ein direkter Konkurrent für die Küstriner Baufirma von Adolf Kube.

Abteilung A: Hoch- und Tiefbau

Diese Abteilung war an vielen Projekten in Küstrin beteiligt, dazu gehörten einfache Ställe und Häuser, aber auch Villen und öffentliche Gebäude, hier eine Auswahl (Stand 1927):

  • Neue Infanteriekaserne
  • Lazarett in der Warnicker Straße
  • beide Postgebäude
  • Friedenskirche
  • Eisenbetonfundierung und ein Teil der Gebäuse der Artilleriekaserne
  • Fußgängertunnel am Bahnhof Küstrin-Neustadt
  • Teile der Pionierkaserne
  • Schöpfwerk in Warnick

Abteilung B: Das Betonwerk

Zu den Produkten des Betonwerks gehörten unter anderem:

  • Betonwerkstücke für Fassaden und Grabmale
  • Kunststeintreppen
  • Terrazzo
  • Zementrohre und -ringe
  • Sinkkästen für Kanalisationen
  • Pfosten, Platten
  • Frühbeetkästen
  • Gewächshausbau (z.B. Rinnen, Wasserbehälter, Rohrsockel)
  • Portale, Vasen Ballustraden
  • Springbrunnen und Gartenfiguren
  • Schneezäune

Beteiligt war das Betonwerk unter anderem an Bauvorhaben an der Stadtsparkasse und dem Gymnasium in Küstrin.

 

Quellen:

  • Werbe-Veröffentlichung des Unternehmens von ca. 1935
  • Buch "Ostmark", 1927
  • Verschiedene Adressbücher der Stadt

Historischer Kalender

 
Heute vor 211 Jahren, am 23.10.1806:

König Friedrich Wilhelm III. v. Preußen hält sich in Küstrin auf


Auf der Flucht vor den napoleonischen Truppen treffen König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise in Küstrin ein und bezogen Quartier in einem am Markte gelegenen Gasthof (Goldener Hirsch)

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