Mühlengesellschaft
Gründung: 25.07.1923, eingetragen am 20.09.1923
Zweck: Fortführung des unter der früheren Firma „Cüstriner Dampfmahlmühle Gebrüder Herzog“ von Adolf und Carl Herzog in Küstrin betriebenen Mühlenwerks sowie Handel mit Getreide, Mühlenfabrikaten, Lebens- und Futtermitteln. Das Vorgängerunternehmen wurde um die Jahrhundertwende herum gegründet.
Kapital: 100.000 RM in 1000 Aktien zu 100 RM
Vorstand: Ludwig Herzog

Aufsichtsrat:
  • Vorsitzender Julius Bick, Michaelis Herzog, Berlin
  • Heinrich Herzog, Berlin-Charlottenburg
  • Ferdinand Baer, Frankfurt/Main
  • Arthur Salomon, Berlin
  • Justizrat Michaelis Placzek, Berlin
 
Ende der 1930er Jahre firmierte die Mühle am gleichen Standort unter dem Namen "Küstriner Mühlen- und Handelsgesellschaft mbH". In direkter Nachbarschaft (Landsberger Straße 40/43) befand sich die Firma Adolf Wagener. Die Umfirmierung in den 1930er Jahren könnte man anhand der genannten Namen erklären, die auf eine jüdische Familie hindeuten. In den Listen der jüdischen Opfer des NS-Regimes aus Küstrin befindet sich auch ein Ludwig Herzog. Das sind momentan aber nur Indizien.
 
Teile der Mühle überstanden auch den 2. Weltkrieg und wurden erst vor einigen Jahren abgerissen. Das Bild oben zeigt eine relativ neue Aufnahme der Mühle, die nur wenige Jahre vor dem Abriß gemacht wurde. Die Anzeige stammt aus dem Jahre 1938.

Quellen:

  • Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften, 1934
  • Verschiedene Adressbücher der Stadt

Historischer Kalender

 
Heute vor 211 Jahren, am 23.10.1806:

König Friedrich Wilhelm III. v. Preußen hält sich in Küstrin auf


Auf der Flucht vor den napoleonischen Truppen treffen König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise in Küstrin ein und bezogen Quartier in einem am Markte gelegenen Gasthof (Goldener Hirsch)

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